Seit dem Erstellen dieser HTML-Seite ist nun eine Weile verhangen...
Zwischenzeitlich habe ich voll auf Servlets umgestellt und bin nun endlich weg
von hunderten von HTML-Seiten, die sich gegenseitig verlinken.
Alles ist nun ein wenig interaktiver geworden. Mittlerweile kann ich
- mit jedem (gescheiten) Browser und von ?berall auf der ganzen Welt aus -
Spiele und deren Klassifikation ?ndern sowie neue Spiele oder Spieleabende eingeben :-)
Das Eingeben und ?ndern von Spielen oder das Anzeigen von konkreten Spieleabenden ist
nur Benutzern mit einem Account vorbehalten.
Da sich der Brettspiel-Browser zur Zeit noch in Aufbau und Teststadium bedindet,
werden solche Accounts noch nicht massiv vergeben. Sp?ter soll jeder (automatisiert)
ein Account bekommen, der das m?chte. Zur Zeit w?rde das wahrscheinlich nur zu mehr Chaos
und Verwirrung f?hren, da ja noch nicht alles hundertprozentig funktioniert.
Au?erdem sind nun noch andere interaktive Elemente eingebaut, z.B. das "Fixieren" von Seiten
(Klick auf die B?roklammer rechts oben, funktioniert noch nicht f?r diese Hilfe-Seite).
Damit kann man bereits jetzt beispielsweise verschiedene Spiele miteinander vergleichen.
Dieses Feature wird in Zukunft noch sinnvoller, sobald ich eine intelligente "Tabellierung"
der Seiteninhalte realisiert habe.
Was nat?rlich absolut fehlt, ist eine Beschreibung der Handhabung des Brettspiel-Browsers.
Damit muss ich Euch allerdings leider noch ein Weilchen vertr?sten... Sorry, aber daf?r
fehlt mir im Moment die Zeit. Das kommt aber...
2006-09-19: Leider dauert das alles sehr viel l?nger als gedacht, aber ich arbeite an grundlegenden
?nderungen. Da wird sich also demn?chst noch viel mehr tun.
. . . wurde mittels
Protégé-2000
erstellt, wobei die Daten und das DB-Schema in RDF/S gehalten werden.
Das modellieren des Schemas wie auch das Eingeben der Daten ist einfach
und praktisch, und außerdem habe ich (
berufsbedingt)
sowieso viel mit RDF/S zu tun und kann mit Java leicht eine
Auswertungen zu den Daten vornehmen. Natürlich geht das anders
bestimmt noch viiieeel leichter, ich weiß . . .
Was wird denn erfasst?
Pro Spieleabend wird festgehalten, welches Spiel gespielt wurde.
Genauer gesagt wird nicht direkt das Spiel festgehalten sondern eine
"Partie" mit diesem Spiel. So kann in der Partie nämlich noch
vermerkt werden, wie viele Spieler dabei waren und vor allem wie viele
davon das Spiel bereits kennen. Dadurch kann man später leicht
Partien, in denen ein neues Spiel getestet wurde, unterscheiden von
Partien, in denen ein Spiele auf den Tisch wandert, das alle kennen und
liebend gerne nochmal spielen wollen. Also noch einmal in Kürze:
Ein Spieleabend besteht ggf. aus
mehreren
Partien. Eine Partie besteht aus genau einem Spiel und den
Informationen über die spielenden Personen.
Um die Statistik einerseits nicht total zu verzerren und
andererseits den Leuten am Spieleabend nicht mit der Statistik auf den
nerv zu gehen, hab ich pro Spieleabend lediglich Partien
verschiedener Spiele vermerkt.
Außerdem müsste man sich dann mit der Frage
beschäftigen, was man an einem Dalmuti-Abend notiert . . .
Die "Kenner" . . .
. . . werden die Personen genannt, die ein Spiel kennen. Nachdem in
einer Partie festgehalten wurde, wieviele Personen das Spiel kannten
und wieviele nicht, kann man die Partien leicht in drei Kategorien
unterteilen:
- K1:
Partien,
in denen weniger als 33% der
Leute das Spiel kannten -> Spiel wurde nur
getestet.
- K2:
Partien
mit einem Kenner-Anteil zwischen
33% und 66%
- K3:
Partien
mit einem Kenner-Anteil höher als 66% -> Spiel wurde nochmal
gewünscht & gespielt.
Summiert man pro Spiel nun das vorkommen von
K1, K2 oder
K3 auf, erhält man einen
"Kenner-Vektor" der Form
(#K1, #K2, #K3), der Aufschluss darüber gibt
inwieweit ein Spiel nun wirklich häufig - und zwar gewünscht!
- auf dem Tisch gelandet ist. Ruft man die
Spiele-Statistik ab, so wird man dort
pro Spiel eine Spalte
#P (Anzahl
Partien) finden, ebenso aber auch die Spalte(n) mit dem "Kenner"-Vektor
für das Spiel. Spiele, die oft gespielt wurden, kommen in der
Sortierung ganz oben in die Liste. Wurden Spiele gleich oft gespielt,
sind diejenigen Spieler höher in der Liste, die mehr von Kennern
gespielt wurden.
Ein Spiel ist mehr als nur
eine Schachtel mit Name darauf!
Wie das so typischerweise mit Statistiken ist fangen sie meist harmlos
und langweilig an und streben dann meist schnell nach höherem -
oder einfach nach mehr Input... So wie mir die Anzahl der Partien nicht
reichte und ich den Kenner-Vektor zur Einordnung einer Partie in
verschiedene Stufen hinzufügte, fragte ich mich, ob es nicht auch
möglich wäre, Aussagen über die
Art der Spiele zu treffen, die wir
oft spielen.
Zunächst verpasste ich den Spielen
spielbox-typische Attribute wie
einfach<-->schwer,
thema<-->abstrakt, etc. Dies war jedoch schwer
einzuschätzen und zudem noch subjektiv, weshalb diese Attribute
heute nicht mehr existieren. So oder so erfassten die Attribute nicht
wirklich, was ein Spiel ausmacht. Aussagen über eine Reihe von
Spieleabenden ließen sich ebenfalls schlecht machen. Man kann z.
B. schwerlich den Wert von
thema<-->abstrakt
entsprechend der Partien mitteln. Wenn man an 2 Tagen
Kuchen und
an 1 Tag Wurst gegessen hat, kommt im "Mittel" wohl kaum eine Quiche
Lorraine heraus, oder?
"Das Spiel ist doch so ähnlich wie Siedler."
Wer hat diesen Spruch noch nicht gehört (und lieben gelernt)?
Dennoch, ein Fünkchen Wahrheit ist darin enthalten. Der Punkt ist
doch, dass Leute das Spiel wiedererkennen. Es gibt also Gemeinsamkeiten
zwischen Spielen. Gut, klar ist natürlich, dass nicht alle Spiele,
die einen Würfel enthalten, so ähnlich wie Siedler sind ;-) .
. . Was ist aber mit Spielen, in denen die Spieler untereinander
handeln dürfen? Wenn nun sogar noch Waren produziert werden ist
dieses Spiel in gewisser Weise schon "ähnlich" zu Siedler.
Dieses "die Spieler handeln untereinander" oder "Waren werden
produziert" wurden nun durch sogenannte (Spiel-)Konzepte
repräsentiert und in der Datenbank die Spiele mit diesen Konzepten
angereichert. Also:
Ein Spiel wird durch eine Menge von Konzepten beschrieben.
Zwei Spiele sind demnach genau dann "ähnlich", wenn ihre Menge von
Konzepten ähnlich sind. Was heißt nun zwei Konzept-Mengen
sind ähnlich? Anfangs habe ich diese Ähnlichkeit einfach als
die Menge von exakt übereinstimmenden Konzepten definiert. Schnell
wurde allerdings klar, dass Konzepte unterschiedlich wichtig sind.
Konzepte wie "Ziel des Spiels = möglichst viele Punkte machen"
gibt es in nahezu jedem Spiel und bieten somit wenig
Ähnlichkeitsaussage. Daher wurde den Konzepten ein Gewicht mit
Namen "Wichtigkeit" zugewiesen, genauer gesagt: berechnet. Konzepte,
die in vielen Spielen auftauchen, sind relativ unwichtig. Allgemeiner
gilt folgende Faustformel:
Ein Konzept ist umso wichtiger (diskriminierender) je weniger
Spiele es verwenden.
Als letzten Schritt führte ich noch eine Gruppierungen von
Konzepten, wie auch, Beziehungen von Konzepten untereinander ein:
Es gibt verschiedene Gruppen von Konzepten . . .
. . . z. B. Konzepte bzgl. des Spielverlaufs ("alle spielen
gleichzeitig"), Konzepte bzgl. des Spielmaterials / Spielplans
("Aufdecken von Spielplan-Teilen", z. B. Insel-Plättchen), etc.
Konzepte besitzen Beziehungen zueinander . . .
. . . z. B. ist "Aktie kaufen/verkaufen" ein spezielleres Konzept als -
bzw. ein Unter-Konzept von - "Kaufen/Verkaufen".
Oder: "Spielfigur versetzen ist ähnlich zu "Gruppe von
Spielfiguren bewegen".
Diese Beziehungen gehen nun natürlich auch in die Berechnung der
Ähnlichkeit von Spielen mit ein.
Was bringt das jetzt alles?
Ganz einfach: Man kann die Beziehungen der Spiele untereinander, sowie
der Spiele zu Konzepten oder der Konzepte untereinander, etc. benutzen,
um einfach mal drauf los zu stöbern, was es so für Spiele
gibt, wie sie miteinander in Beziehung stehen, wer ein Spiel erfunden
hat, was der oder die noch so erfunden hat, usw. und so fort . . .
Viel Spaß!